Kirche Kulkwitz

Die um 1200 im romanischen Stil erbaute Wehrkirche ist eine der ältesten Kirchen in Sachsen. Die Chorturmkirche mit Halbkreis-Apsis wurde als Quaderbau errichtet. Der Chor ist kreuzgratgewölbt, das gestreckte Schiff mit 2009 wiederentdeckter Kassettendecke flach gedeckt. An der Südseite befand sich lange Zeit ein vermauerter rundbogiger Eingang. Die Kirche war von Westen zugänglich. Der Altaraufbau von 1708 wurde mit der Kanzel aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts verbunden. Im Jahre 1833 entschlossen sich die Einwohner, die Kirche „aus eigenem Antrieb“ zu erneuern. Die Außensanierung konnte 2009 abgeschlossen werden. Dabei wurde der vermauerte romanische Südzugang mit profiliertem Gewände wieder geöffnet.

In der ältesten Kirche unserer Kirchgemeinde werden außer am Heiligen Abend und am Martinstag Gottesdienste nach Bedarf gehalten.

Kirche Lausen

Die kleine Dorfkirche Lausen südwestlich des großen Wohngebietes Leipzig-Grünau ist eine spätromanische Westturmkirche, die nach einer Inschrift an der Nordseite eines Quadersteines am Turm 1514 umgebaut wurde. 1833 und später wurden ebenfalls Umbauten vorgenommen. Der ursprünglich in der Kirche vorhandene spätgotische Schnitzaltar befindet sich heute im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. An seine Stelle kam ein klassizistischer Kanzelaltar. Eine eisenbeschlagene Tür aus der Erbauungszeit verbindet Turm und Schiff. Die letzte Außenerneuerung hat 1994/95 stattgefunden. Dabei sind die romanischen gekuppelten Turmfenster wieder freigelegt worden. Der Innenraum der Kirche konnte im Jahre 2000 saniert werden. Der Altar erstrahlt seit dem wieder in der ursprünglichen Farbfassung. In der Kirche befindet sich eine Orgel.

Kirche Miltitz

Die Kirche in Miltitz wurde 1739/40 von Baumeister Johann Christoph Steinmüller barock erbaut und von Johann Gottlob Vollhagen ausgemalt. Aus dieser Zeit stammen die Altaranlage mit Kanzel, das von einem Engel getragene Tauf-Lesepult und die Emporen. 1890 erhielt die Kirche den neogotischen Turm und eine neue Sakristei. Das Seitenschiff wurde 1908 angebaut. Gleichzeitig erhielt das Kirchenschiff eine „stilvolle“ Ausmalung. Die jüngste Außenrestaurierung in den Jahren 1988-1989 hat das barocke Erscheinungsbild wieder aufgenommen. Das historische Geläut konnte 2009 restauriert und elektrifiziert und 2010 die 1942 eingeschmolzene große Glocke neu gegossen werden. 2010 wurden die von 1908 stammenden Fußbodenfließen entfernt und der Boden in ursprünglicher Fassung ausgeführt sowie die Heizung erneuert und der Kirchenraum farblich instand gesetzt. In der Kirche befindet sich eine Orgel.

Kirche Quesitz

Der flachgedeckte Rechteckbau mit Emporen an drei Seiten wurde im Jahr 1757 errichtet. Im Osten befindet sich ein Sakristeianbau mit Kanzelzugang. Der quadratische Westturm wird durch Gesimse und Pilaster gegliedert. Der Kanzelaltar ist mit sparsamen Rokoko-Ornamenten in Stuck versehen. Eine reiche Arbeit ist der Taufstein von 1515. Die an der alten Handelsroute nach Frankfurt/Main gelegene Kirche war mehrfach von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen. Die Orgel der Kirche wurde während der Zeit der Völkerschlacht 1813 zerstört und erst 1819 durch ein neues Werk ersetzt. 2002 erfolgte eine Außensanierung. 2010 erhielt die Quesitzer Kirche zwei neue Bronzeglocken.

St. Laurentiuskirche Markranstädt

Die St. Laurentiuskirche ist eine einschiffige spätgotische Hallenkirche, die auf den Mauern eines älteren Vorgängerbaus in den Jahren 1518 bis 1525 errichtet wurde. Der Turm wurde von seinem romanischen Vorgängerbau übernommen und steht außerhalb der Längsachse des Gebäudes. Die an der Via regia liegende Kirche war in Kriegszeiten u.a. als Pferdestall und Lazarett zweckentfremdet. 1871 wurde die gesamte Kirche durch Baumeister Altendorff einer neugotischen Restaurierung unterzogen und im Jahre 1900 erhielt die Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild. Im Inneren schmückt die Kirche ein Altartisch aus Weißenfelser Sandstein, der aus der Zeit der Reformation stammt. 1568 wurde der Altar mit einem Gemäldetryptichon mit Predella versehen. Dieses zeigt die Einsetzung des Heiligen Abendmahls, das Motiv "Christus in Gethsemanae", die Kreuzigung und die Auferstehung Christi. Bemerkenswert ist auch das barocke Lesepult mit Taufbecken aus der Werkstatt des Bildhauers Caspar Friedrich Löbelt (um 1745). Die Orgel stammt aus der Werkstatt des Bornaer Orgelbaumeisters Urban Kreutzbach. Sie wurde im Jahre 1886 eingebaut. Die Kirche wurde zwischen 1998 und 2008 einschließlich Orgel und Altartryptichon vollständig saniert.

An fast jeden Sonntag finden Gottesdienste um 10.30 Uhr statt. In jedem Gottesdienst - außer zu Familiengottesdiensten - wird parallel ein Kindergottesdienst angeboten. Der Kindergottesdienst findet in der Regel im Turmzimmer statt, das mit dem Kirchenschiff verbunden ist.